Meinst du man kann diesen Effekt „abmildern“? Zum Beispiel wenn man einfach nur knapp 100 km/h fährt oder 110km/h?
Im Instruktionsvideo zur Reichweitenoptimierung von Renault wird gesagt:
"Zudem wird empfohlen, die Geschwindigkeit auf etwa 110 km/h zu drosseln, um die Ladezeiten auf langen Fahrten zu verkürzen."
Für sich gesehen stimmt zwar der Satz vom ADAC "Erfolgt bereits kurz nach der ersten Schnellladung ein weiterer Ladestopp, kann die Batterie zwischenzeitlich nicht ausreichend abkühlen" .
Das wird bei hochsommerlichen Temperaturen so sein, vor allem, wenn man mit 130 km/h fährt, also schon nach ca. 140 km bzw. 65 Minuten wieder an die nächste Ladesäule muss.
Aber wenn man doch die "Reisetauglichkeit" im Blick hat, wie es der ADAC vorgibt, würde man doch so fahren, dass man möglichst früh am Ziel ankommt. Dann wird man, es mag ungewohnt klingen, den Twingo mit kompakten Akku und nur moderater Schnellladefähigkeit, nicht mit Höchstgeschwindigkeit bewegen, sondern mit 110 km/h, wie vom Hersteller empfohlen.
Dann hat man einen dreifachen Vorteil:
- zum einen muss man erst nach ca. 190 km (bei Abfahrt mit 100%) wieder an die Ladesäule; auf Strecken > 300 km wird man also mal einen kompletten Ladestopp (ca. 30 Minuten) einsparen können.
- außerdem beträgt die Zeitspanne zwischen den Ladestopps dann (anfangs) gut 100 Minuten, so dass sich die Batterie auch bei hochsommerlichen Außentemperaturen leichter unter 50°C abkühlen kann (die anschließende Ladeleistung bleibt hoch);
- schließlich wird sich die Batterie durch die niedrigere Leistungsanforderung während der Fahrt mit 110 km/h im Gegensatz zu 130 km/h von Vorne herein weniger stark erwärmt haben - die anschließende Ladeleistung bleibt auch dadurch