Beiträge von Spuermeise

    Natürlich muss man mit dem Twingo keine langen Strecken fahren.


    Man kann aber, wenn man möchte. Deshalb habe ich auf die Hinweise von Renault hingewiesen. Wobei der ADAC das auch hätte erwähnen können.


    Übrigens zum AMS-Test. Dort werden mehrere Verbräuche, je nach Fahrprofil genannt

    (gemessen ab Typ 2 Wallbox, also inkl. AC-Ladeverluste) :


    - Eco 12,8 kWh/100 km; [ohne Ladeverluste ca. 11,7]; Eco-Reichweite 234 kkm

    - Pendler 14,7 kWh/100 km [ohne Ladeverluste ca. 13,5]

    - Sport 21,9 kWh/100 km [ohne Ladeverluste ca. 20,1]

    - Durchschnitt 14,8 kWh/100 km [ohne Ladeverluste ca. 13,6]; Testreichweite 202 km


    Auch AMS ist das Fahrzeug K-PR 240E gefahren.

    Meinst du man kann diesen Effekt „abmildern“? Zum Beispiel wenn man einfach nur knapp 100 km/h fährt oder 110km/h?


    Im Instruktionsvideo zur Reichweitenoptimierung von Renault wird gesagt:


    "Zudem wird empfohlen, die Geschwindigkeit auf etwa 110 km/h zu drosseln, um die Ladezeiten auf langen Fahrten zu verkürzen."


    Für sich gesehen stimmt zwar der Satz vom ADAC "Erfolgt bereits kurz nach der ersten Schnellladung ein weiterer Ladestopp, kann die Batterie zwischenzeitlich nicht ausreichend abkühlen" .


    Das wird bei hochsommerlichen Temperaturen so sein, vor allem, wenn man mit 130 km/h fährt, also schon nach ca. 140 km bzw. 65 Minuten wieder an die nächste Ladesäule muss.


    Aber wenn man doch die "Reisetauglichkeit" im Blick hat, wie es der ADAC vorgibt, würde man doch so fahren, dass man möglichst früh am Ziel ankommt. Dann wird man, es mag ungewohnt klingen, den Twingo mit kompakten Akku und nur moderater Schnellladefähigkeit, nicht mit Höchstgeschwindigkeit bewegen, sondern mit 110 km/h, wie vom Hersteller empfohlen.


    Dann hat man einen dreifachen Vorteil:


    - zum einen muss man erst nach ca. 190 km (bei Abfahrt mit 100%) wieder an die Ladesäule; auf Strecken > 300 km wird man also mal einen kompletten Ladestopp (ca. 30 Minuten) einsparen können.


    - außerdem beträgt die Zeitspanne zwischen den Ladestopps dann (anfangs) gut 100 Minuten, so dass sich die Batterie auch bei hochsommerlichen Außentemperaturen leichter unter 50°C abkühlen kann (die anschließende Ladeleistung bleibt hoch);


    - schließlich wird sich die Batterie durch die niedrigere Leistungsanforderung während der Fahrt mit 110 km/h im Gegensatz zu 130 km/h von Vorne herein weniger stark erwärmt haben - die anschließende Ladeleistung bleibt auch dadurch

    Tachovoreilung ist normal, zumal im Hinblick auf verschiedene Reifengrößen.


    Der Abrollumfang der zulässigen Reifengrößen 205/45 R18 bzw. 195/60 R16 beträgt 201,6 bzw. 201,2 cm (wie MTB-26-Zoll-Reifen), gerade mal 0,2% Abweichung.


    Falls die Voreilung von 1 km/h bei 100 km/h aus dem Video stimmt, könnte der Twingo vielleicht mit dem Radar, statt durch Umdrehungszähler messen?

    Interessieren tut mich das schon, schließlich bimmelt der "Übergeschwindigkeitswarner" bereits bei 2 km/h zu viel. Ist das dann "schon" 1 km/h zu viel, oder wegen einer Tachovoreilung noch darunter?

    Auch wenn man abschalten kann, leider nicht mit der Option "bimmele erst bei 10 km/h darüber".

    Wenn man Marketing-Geblubber wörtlich nimmt, dann aber bitte schon wortwörtlich!


    Falls die Twingo-Produktion zu 50% in D-A-CH sowie Italien an die Frau/den Mann gebracht wird (im Juli alleine in D gut 30%), könnte die Aussage durchaus korrekt sein (bislang kein Verkauf in GB oder Skandinavien ).

    Ähnlich auch der AMS-Test aus Heft 13/2026, hier mal einen Ausschnitt aus der "Wertungstabelle"


    AMS.png


    Zu den vergeben Punktzahlen (z.B. 1 von 30 Punkte für Reichweite) würde mein CityEl von 1991 zwar gut passen (50 km/h max., Reichweite 30-50 km, 0 auf 30 km/h in 10 Sekunden), der aktuelle Twingo aber nicht. Sogar für meinen Smart ED von 2013, der sich über jeden lahmen Verbrennerstarter an der Ampel ärgert, müsste AMS schon negative Punktzahlen vergeben, wenn die für den Twingo noch etwas aussagen sollen.

    Wobei das mit einer Akku-Vorheizung für niedrige Wintertemperatur ehrlich gesagt bei beiden Varianten Evolution/Techo nicht in Preisliste, Konfigurator etc. zu finden ist


    Falls das auch mal jemand sucht (falls das Laden im Winter nicht wie erwartet funktionieren sollte): was "offizielles" zu diesem Feature habe ich in der Pressemappe von Renault Deutschland vom 31. März 2026 gefunden:


    Der Renault Twingo E-Tech elektrisch: Der erschwingliche Game Changer (https://presse.renault.de)


    "[...] eine Heizmatte mit 1,3 kW, die die Reichweite bei kaltem Wetter verbessert und die DC-Ladezeit verkürzt"

    135 (echte 130) kmh fahren.


    Hmm - hast du die echte Geschwindigkeit mit einem separatem TomTom oder so gemessen, oder ist das eine Vermutung?


    Es gab ein Video im Juni , wo der Tester 101 km/h auf dem Tacho für 100 km/h in echt (GPS) eingestellt hat.



    - Verbrauch bei Vollgas ist sichtbar bzw aus den Angaben zu Akkustand und gefahrenen km möglich zu errechnen.


    Naja, "sichtbar". Statt dass der Kasper ('tschuldigung) auf dem Multimediadisplay während der Fahrt die Verbrauchsanzeige mitlaufen lässt, ist die ganze Zeit die selbe statische Google-Karte zu sehen. Ein Krampf.


    Hoffentlich gibt ihm Renault keinen Twingo für seine Paris-Reise. ;)

    Ok. Demnach gibt es bei der Evolution-Variante sowieso keine Akku-Vorheizung für das Laden am Schnelllader?


    Wobei das mit einer Akku-Vorheizung für niedrige Wintertemperatur ehrlich gesagt bei beiden Varianten Evolution/Techo nicht in Preisliste, Konfigurator etc. zu finden ist, weswegen wohl der heise-Artikel auch von einer fehlenden Akku-Vorheizung ausgegangen ist.


    Zwar haben das mit der 1,3 kW-Heizfolie unter dem Akku diverse Youtuber genannt, ich glaube auch einer der Renault-Entwicklungschefs in einem Interview in Novo mesto, aber ob das tatsächlich eingebaut ist (für den "Techno" zumindest), dürfte bislang unbestätigt sein?

    wenn die Ladesäulen das messen was raus geht, und das Auto das misst was im Akku ankommt....der Unterschied sind Ladeverluste.....bisher nur an Wallbox geladen und das was das Auto

    Also, für die es technisch interessieren mag.


    Beim DC-Schnelllader ("Gleichstromlader") ist der Ausgang der Ladesäule (das ist der Stecker des fest angeschlagenen Ladekabels) direkt, nur über einigen Zentimetern Starkstromkabel, mit dem Akku das Autos verbunden. Hier entstehen fast keine Ladeverluste, das Stück Starkstromkabel im Auto wird etwas warm, das kann 0,1-0,2 kW ausmachen, aber keine 3-5 kW Verlustleistung, wie es der Unterschied zwischen der von der EnBW-DC-Säule und der Renault App angeigten Werte annehmen könnte.


    Bei der AC-Wallbox ("Wechselstromlader") steckt der Ladesäulenstecker zwar auch im Auto, aber bevor die Energie (die kWh-Zahl) in den Akku kommt, muss sie mit dem fahrzeuginternen Wechselstrom/Gleichstromwandler in den für den Akku verwendbaren Gleichstrom umgewandelt werden. Das ist mit merklichen Verlusten behaftet (ca. 8-10%).


    Beim Gleichstromlader entstehen ähnliche Verluste auch, aber in der Ladesäule, und der Verlust darf aus deutscher (und EU-) Eichrechtsgründlichkeit nicht auf die tatsächlich übertragene Energie (kWh-Wert) aufgeschlagen werden, wohl aber auf den kWh-Preis.