Beiträge von Spuermeise

    Gebrauchte E werden in Masse sicher ohnehin mal schwer zu verkaufen sein.

    Naja, ich war auch überrascht, wieviele Nachfragen ich für meinen bald frei werdenden 13 Jahren alten Smart electric drive ich schon bekommen habe. Mein erstes E-Auto hatte ich nach 17 Jahren verkauft, immerhin noch für 50% des früheren Kaufpreises. Freilich ohne Leasing das Ganze.

    Ich rechne jetzt einfach mal grob. Bisher 100.000 Anträge in 7 Monaten. Nehmen wir mal an Durchschnitt 5.000 Euro je Antrag. Sind also 14.300 Anträge im Monat. Und bisher an Fördermittel beantragt dann 500.000.000 Euro. Sind 71.500 Euro/Monat

    Das KBA meldet für diesen Juli übrigens eine Steigerungsrate bei den E-Auto-Neuzulassungen von über 60%. Diese Steigerung dürfte dann auch bald bei den errechneten Fördermittel von 71 Mio €/Monat sichtbar werden.

    Beim geleasten Twingo muss sich zum Glück deswegen keinen Kopf machen. Immer 100%. :)

    Daher bei Elektroautos niemals Leasingrückläufer erwerben. Bei den Traktionsakkus wirkt sich "Don't be Gentle, it's a Rental!" eben aus. Batteriezertifikate von jungen Gebrauchten bringen kaum was, denn die lebensdauerverkürzenden Vorschäden sind da noch nicht sichtbar.

    Hier noch zum gestrigen Artikel von electrive.net: Marke von 100.000 Anträgen für neue E-Auto-Förderung überschritten

    "... bis zum 4. August [lagen]102.539 Anträge vor, mehr als 28.000 davon wurden bislang bewilligt. Heißt: Es wurde schon etwa ein Achtel des zur Verfügung stehenden Budgets beantragt. Würde das Tempo so weiter gehen, würden die Mittel für nicht mal zwei Jahre reichen [...] Allerdings dürfte es zu verschiedenen zeitlichen Verschiebungen kommen: [...]"

    Renault schreibt auch bis zu 2 Meter

    Das hatte ich gelesen, danke. Ich habe halt gedacht, die echte verfügbare Lade-Länge hätte schon mal jemand ausgemessen. Gerne auch qualitativ, etwa "der Zwei-Meter-Zollstock passt im Twingo E-Tech bequem hinein" oder "er passt nur schräg hinein, es fehlen wenige Zentimeter auf die 2 Meter" oder so.

    Aber was bleibt einem Hersteller anderes übrig? Als Hersteller muss man auf den heutigen Markt schauen, auf dem ein Produkt verkauft werden soll. Wenn Trommelbremsen in den "sozialen Medien" nicht ankommen, kann man das nicht mehr richtig stellen, weil man dort nunmal keine Sachzusammenhänge erklären kann (Beträge bekommen keine nenneswerte Reichweite). Die Algorithmen sorgen hingegen dafür, dass die größten Krakeler mit maximalem Unwissen die maximale Reichweite bekommen.

    Hallo zusammen,


    nachdem mir *) in mehreren Youtube-Videos aus Frankreich aufgefallen war, dass Leute auch mal an (älteren) 50 kW-DC-Chargern laden, und dann auch bei niedrigem Ladestand von z.B. 5% nur 37 kW Ladeleistung erhalten, und sich wundern bzw. spekulieren, hier ein technischer Hinweis:


    - der Twingo E-Tech hat eine verhältnismäßig niedrige Batteriespannung von ca. 300 Volt (90 LFP-Zellen, 270V-310V). Ältere 50 kW-DC-Lader liefern nur maximal 125 Ampere, auch wenn deren Leistung mit 50 kW angegeben ist. Deren Nennleistung bezieht sich nämlich auf die bei NMC-Batteriezellen nicht unüblichen 400 Volt Ladespannung (im höheren % SOC-Bereich). 400 V * 125 A = 50.000 W = 50 kW.


    Ergo: bei älteren 50 kW-DC-Ladestationen wird der Twingo nur mit ca. 37 kW Ladeleistung laden können (300 V * 125 A = 37.500 W); hier sollte sich jedenfalls niemand wundern.


    Wie vom Autobahn-Video zum Twingo E-Tech von Elektrobay an einer EnBW-150 kW-Säule zu sehen ist, nimmt der Twingo eine Stromstärke von bis zu 173 Ampere auf. (Der Twingo könnte auch eine noch etwas höhere Stromstärke gezogen haben, was aber nicht im Video dokumentiert wurde).


    Tipp: wenn die maximale Ladegeschwindigkeit benötigt wird, sollten DC-Ladestationen mit 150 kW angefahren werden. 150 kW DC sollten selbst im Sharing-Betrieb die vom Twingo E-Tech vermutlich maximal angeforderten 175 A liefern können. Das gilt, wenn der Ladestand noch unter 45% beträgt; darüber könnte man ohne Zeitverlust auch einen älteren 50 kW-DC-Lader anfahren.



    * zwar noch ohne eigene Twingo-E-Tech-Erfahrung, aber nach 35 Jahren Elektroauto im Einsatz