12V-Batterie Spezifikation Nachladen Tausch

  • Wie ich schon im Thread "Motorhaube öffnen?" fotografisch dokumentiert habe ist beim Twingo4 2026 eine 12V-Batterie mit Werksbezeichnung Renault Group 12V-L1 50Ah 420A (EN) MF eingebaut.


    Da ich jetzt den Zugang zur Batterie bewerkstelligt habe, mache ich mir weitere Gedanken zu dieser Batterie.


    Mein Fahrzeug wird öfter einmal mehrere Wochen unbewegt stehen. Ich weiß nicht, ob die 12V-Batterie im Ruhezustand vom BMS Batteriemanagementsystem automatisch mit Strom von den Hochvoltakkus nachgeladen wird. Dies wäre vorteilhaft. Falls dies nicht geschieht, würde ich die Selbstentladung gerne per Ladegerät ausgleichen. Die Frage ist, welches Ladegerät mit gutem Preis-Leistungsverhältnis ist zum Laden unserer 12V-Batterie empfehlenswert? Jemand hat einmal CTEK-Geräte gelobt. Davon gibt es eine Vielzahl.

    Wie im Serviceplan vorgesehen, soll die 12V-Batterie alle 4 Jahre getauscht werden. Nach 4 jahren habe ich sowieso keine Garantie mehr, daher möchte ich falls nötig einen Batterietausch selbst durchführen. Das ist technisch nicht schwierig. Zu den Details habe ich die KI abgefragt (mit dem üblichen Vorbehalt)
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    Im rein elektrischen Renault Twingo E-Tech Electric (Modelljahr 2026) ist ab Werk standardmäßig eine 12V-L1-Bleisäure-Starterbatterie (wartungsfrei) mit 50 Ah Kapazität und 420 A Kaltstartstrom für das Bordnetz verbaut. Die genaue Werksbezeichnung lautet Renault Group 12V-L1 50Ah 420A (EN) MF.

    Diese 12V-Batterie dient ausschließlich der Versorgung der Fahrzeugelektronik, der Scheinwerfer und der Sicherheitssysteme, während der Antrieb über die große 27,5-kWh-LFP-Hauptbatterie läuft.


    Technische Details & passende Austauschbatterien
    Sollte die Batterie nach der werksseitigen Intervall-Empfehlung von etwa 3 bis 4 Jahren getauscht werden müssen, greift das Bordmanagement auf gängige Standardmaße der DIN-Bauform L1 zurück:

    • Spannung: 12 V
    • Kapazität: Typischerweise 50 Ah bis maximal 54 Ah
    • Kaltstartstrom (EN): ca. 420 A bis 540 A
    • Abmessungen: Länge 207 mm, Breite 175 mm, Höhe 190 mm
    • Technologie: Wartungsfreie Bleisäure-Batterie (MF) oder moderne EFB- bzw. AGM-Batterien für eine verbesserte Zyklenfestigkeit im Elektrofahrzeug.

    Der selbstständige Austausch der 12V-Bordnetzbatterie beim Renault Twingo E-Tech Electric (2026) ist unkompliziert, da das Fahrzeug auf das Anlernen (Codieren) der Batterie im Steuergerät verzichtet. Da es sich um ein Elektrofahrzeug handelt, müssen jedoch wichtige Sicherheitsregeln beim Umgang mit dem Hochvoltsystem (HV) beachtet werden.


    ⚠️ Wichtige Sicherheitsvorkehrungen vorab

    • Keine Arbeiten am HV-System: Die Arbeiten beschränken sich ausschließlich auf den 12V-Kreislauf im vorderen Motorraum. Berühre niemals orangefarbene Kabel oder Komponenten.
    • Zündung vollständig AUS: Schalte das Fahrzeug ab, ziehe den Schlüssel ab (falls vorhanden) bzw. entferne die Keycard weit genug vom Auto, damit das System nicht hochfährt.
    • Wartezeit einhalten: Warte nach dem Ausschalten der Zündung mindestens 10 Minuten, bis alle Steuergeräte in den Ruhezustand (Deep Sleep) gewechselt sind.
    • Ladekabel abziehen: Das Fahrzeug darf während des Tauschs absolut nicht an einer Wallbox oder Ladesäule angeschlossen sein.

    🔧 Benötigtes Werkzeug

    • Gabelschlüssel oder Steckschlüssel (Nuss) der Größe 10 mm (für die Polklemmen)
    • Steckschlüssel mit Verlängerung der Größe 13 mm (für die Bodenbefestigung)
    • Schutzbrille und Arbeitshandschuhe

    📋 Schritt-für-Schritt-Anleitung

    1. Ausbau der alten Batterie

    1. Motorhaube öffnen: Entriegele die Haube und sichere sie. Die 12V-Batterie sitzt gut zugänglich im rechten Bereich.
    2. Zuerst den MINUSPOL (-) lösen: Lockere die Mutter der schwarzen/negativen Polklemme mit dem 10-mm-Schlüssel und ziehe sie ab. Lege das Kabel so zur Seite, dass es den Pol nicht versehentlich wieder berühren kann. (Wichtig: Das verhindert Kurzschlüsse, falls du danach mit Werkzeug an den Pluspol und gleichzeitig an die Karosserie kommst).
    3. Danach den PLUSPOL (+) lösen: Öffne die rote Kunststoffabdeckung auf dem Pluspol, lockere die Klemme und ziehe sie ab.
    4. Halterung entfernen: Schraube die Befestigungsplatte am Fuß der Batterie mit dem 13-mm-Schlüssel und einer Verlängerung los.
    5. Entlüftungsschlauch abziehen: Falls ein kleiner, transparenter Plastikschlauch seitlich an der Batterie steckt (für Gase), ziehe diesen vorsichtig ab.
    6. Batterie herausheben: Die Batterie ist schwer (ca. 12 kg) – hebe sie gerade nach oben heraus.

    2. Einbau der neuen Batterie

    1. Neue Batterie einsetzen: Platziere die neue 12V-L1-Batterie in identischer Ausrichtung (Pluspol rechts) in der Halterung.
    2. Fußleiste fixieren: Schraube die Bodenbefestigung mit dem 13-mm-Schlüssel wieder fest handfest an. Die Batterie darf nicht mehr wackeln.
    3. Zuerst den PLUSPOL (+) anschließen: Stecke die rote/positive Polklemme auf den Pluspol und ziehe die 10-mm-Mutter fest. Schließe die rote Kunststoffkappe.
    4. Danach den MINUSPOL (-) anschließen: Stecke die schwarze/negative Polklemme auf den Minuspol und ziehe sie fest. (Hinweis: Beim Aufsetzen kann es zu einem kleinen, harmlosen Funken kommen – das ist normal, da die Kondensatoren der Steuergeräte kurz Strom ziehen).
    5. Entlüftungsschlauch anstecken: Stecke den kleinen Plastikschlauch wieder in die dafür vorgesehene Öffnung an der Seite der neuen Batterie.

    💡 Nach dem Einbau
    Sobald die Batterie wieder angeklemmt ist, initialisieren sich die Systeme des Twingo neu.

    • Beim ersten Einschalten der Zündung kann es sein, dass die Uhrzeit im Infotainment neu eingestellt werden muss.
    • Die Fensterheber müssen eventuell neu angelernt werden (jeweils ganz nach unten fahren, halten, ganz nach oben fahren und den Schalter für 3 Sekunden gezogen halten).
    • Fehlermeldungen im Display (wie z.B. "ESP prüfen") verschwinden in der Regel nach den ersten paar Metern Fahrt von selbst.

    Herzliche Grüße
    gklein = Georg Klein

    . . . (seit 22.Oktober 2026 Fahrer eines Twingo 4 Techno mangogelb)

  • Motorhaube öffnen: Entriegele die Haube und sichere sie. Die 12V-Batterie sitzt gut zugänglich im rechten Bereich.

    Ich wünschte, Deine KI hätte damit Recht. Es ist ja eben nicht die einfache Entriegelung.

    Da stünde ich dem Rest der Anleitung auch eher skeptisch gegenüber.

    Bis demnächst auf diesem Bildschirm!

    Silberliebe.


    Twingo Techno, absolut red, mit Ganzjahresreifen und Park & Safety.

    Bestellt am 25.05.26, erhalten am 01.10.26.

  • Ist das eine EFB, AGM oder "normaler" Blei-Säure Akku?

    Blei Säure sind alle 3, aber mit besonderheiten bzgl. Ladespannung, Ladeschlussspannung und Ladekurve.

    Hier sollte man der Einfachheit halber beim selben Typ bleiben.

    Baut man eine andere Type ein ohne es dem BMS mitzuteilen, wird die Batterie nicht optimal geladen.

    Mein Firmenwagen war mal ein grüner OctaviaRS TDI. Die schlimmste Lästerei über die Farbe wurde mein Benutzername.

    Aktuell ein Ford Explorer electric

    Der Peugeot 308II SW meiner Frau soll bald ein Twingo werden.

  • 12V-L1-Bleisäure-Starterbatterie (wartungsfrei) mit 50 Ah Kapazität und 420 A Kaltstartstrom

    Man bedenke das, wenn Renault die hier an anderer Stelle genannten 700,- für den Batteriewechsel verlangt.

    Völlig realitätsfremd, bei so einer Batterie.


    Ich weiß nicht, ob die 12V-Batterie im Ruhezustand vom BMS Batteriemanagementsystem automatisch mit Strom von den Hochvoltakkus nachgeladen wird.

    Soweit ich weiß, passiert das nicht.

    Das Fahrzeug fällt stattdessen in einen tiefen „Schlaf“.

  • Hat ein Verbrenner die Batterie bei monatelanger Standzeit die Starterbatterie nachgeladen?

    Leute ich verstehe euch nicht, nur weil die Tastatur eine andere Farbe hat, findet man die Buchstaben nicht mehr.

    Ist die Batterie in einem guten Zustand ist alles i.O., kann man übrigens Messen.

    Beim Verbrenner muss die Starterbatterie mehr leisten als bei einem BEV, also wird an der Batterie ab Werk gerne gespart.

    Andere Hersteller (Kia/Hyundai/VW) mussten das teuer bezahlen, dort haben Betroffene eine AGM (für Start/Stopp) der gleichen Kapazität eingebaut und das Thema war Geschichte.

    Wenn ich die Suche im Netz benutze finde ich sofort AGM-Batterien unter 100 €, die passen.


    (Sucheingabe: Renault Group 12V-L1 50Ah 420A (EN) MF.)


    Also wiedermal halb so wild und man kann jedes Ladegerät anschließen das einigermaßen vernünftig ist.

    Wenn man lange weg war, würde ich zuerst die Ruhespannung messen und dann über Nacht bei Bedarf das Ladegerät anschließen, wenn überhaupt nötig.

    Nach vier Jahren werden wir die Batterie selbst tauschen bevor wir den Service machen lassen.

    Twingo Techno, Absolut-Grün, Safety & Parking, Sitzheizung, Connected Services

    Bestellt am 08.10.26, Liefertermin bisher KW52, Besitzer ist die Schwiegertochter.

    3 Mal editiert, zuletzt von WolleSV ()

  • Da ich ja schon mal Probleme in meinem Stehfahrzeug (Verbrenner), ich meine natürlich Wenigfahrer Fahrzeug hatte, kann ich mich erinnern, dass vor Einbau empfohlen wird die 12V Batterie zu 100% zu laden, gerade auch, wenn man ständig nur Kurzstrecke fährt.


    1. weiß ich nicht ob das wirklich stimmt?

    2. sollte man dies auch beim Neuwagen (gerade bei Kurzstreckenfahrzeugen) tun?


    Und ab wieviel Volt tauscht ihr?


    100% - 12,7V

    90% - 12,6V

    80% - 12,5V

    70% - 12,4V

    60% - 12,3V

    50% - 12,2V

  • Was mir noch einfällt, bei meinen Autos konnte/kann ich über CarScanner Batterieladestand 12 V und Batteriealterung in Prozent auslesen.

    Kann das jemand beim Twingo nachschauen, ob es die Werte gibt?

    Twingo Techno, Absolut-Grün, Safety & Parking, Sitzheizung, Connected Services

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  • Ich würde Euch einen Batteriewächter empfehlen, dann könnt ihr den Ladezustand am Smartphone abfragen. Ich habe so ein Gerät seit August an einem Verbrenner VW Polo im Einsatz und bin durch den abfallenden Ladezustand einem zu hohen Ruhestrom auf die Schliche gekommen.


    Bez. Ladegerät, habe ich seit ein paar Jahren das Bosch C3 in Gebrauch, das Blei/Säure, AGM und EFB zuverlässig lädt. Es gibt vermutlich schon einen besseren Nachfolger.

    Ich würde da keine Wissenschaft draus machen, sondern eben ein für die Batterie passendes LG kaufen und gut ists.

    Twingo e-tech, Techno Urban Range in weiß

    Einmal editiert, zuletzt von benello ()

  • Und ab wieviel Volt tauscht ihr?

    Im Herbst des Folgejahres desjenigen Jahres, in dem die Werkstatt sagt „einmal kommen Sie damit noch über den Winter“.


    Oder aber, wenn ich Probleme feststelle.

    Je nachdem, was zuerst eintritt.


    Ich messe da gar nichts… Ich denke, das hängt recht stark vom Fahrprofil ab, was da wann sinnvoll ist.


    weiß ich nicht ob das wirklich stimmt?

    Beim Twingo ist überhaupt nicht vorgesehen, dass man selbst unter der Motorhaube rumfummelt.

    Was soll man da also raten? Die Herstellervorgabe zu ignorieren?

    Schwierig.

    Ich würde Renault fragen, wie mit dem Fahrprofil umzugehen ist und nicht selbst drangehen, ohne überhaupt zu wissen, wie das BMS funktioniert.

    Alternativ einfach mal in der Nachbarstadt einkaufen oder einen Wochenendausflug mit dem Auto machen…

    2. sollte man dies auch beim Neuwagen (gerade bei Kurzstreckenfahrzeugen) tun?

    Nein, es ist üblicherweise nicht notwendig, eine neue 12v-Batterie händisch zu laden.
    Die sind so vorgeladen, dass sie direkt ohne Einschränkung funktionieren, wie sie sollen.

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